S. 466-506 (Wortgalerie)

Lesego zeigt Steve ein Hüttenviertel und sie nehmen dort Albert mit, einen Flüchtling aus Simbabwe, der in den Hütten versteckt wurde, um ihn nun in Wethus Gartenhäuschen unterzubringen. Sie werden ihn jedoch bei den Delphinen Donnie und Brian unterbringen, wenn sie nach Australien fliegen.

Es gibt eine (von offenbar mehreren) Abschiedsparty bei Jake, die so verläuft wir die meisten Treffen der Genossen: Politische Diskussionen und fröhliches Beisammensein… und dann diese überraschende Aussage von Steve, mit der der Roman endet:

„Der Augenblick, der ein ganzes Leben hält.

– Ich gehe nicht. –“ (S. 506)

S. 425-465 (Wortgalerie)

Jabu ist im Vergewaltigungsfall eines 15-jährigen Mädchens involviert. Das Opfer sprechen zu lassen, einen Einblick in Jabus Arbeit zu bekommen und der Perspektivwechsel haben mir während des Zuma-Vergewaltigungsprozesses gefehlt und werden hier komplettiert.

Jabus Vater akzeptiert die Entscheidung für Australien, nein, vielmehr ist es „ihres Babas letzte Erlaubnis für die Zukunft […] es ist Babas ungesagter Segen für Down Under.“ (S. 451)

Das Haus in Glengrove Place wird verkauft werden, sie überlegen, was sie mitnehmen oder zurücklassen. Steve und Jabu werden bei der Suche nach ihren Nachfolgern an der Universität bzw. im Justizzentrum miteinbezogen.

Während eines Ausflugs in den Krüger-Nationalpark bleibt Wethu im Haus der Reeds und wird von zwei Gestalten angegriffen, die vermutlich einiges aus dem Haus stehlen (oder sogar verwüsten?) werden… Ein Vorfall, der die Entscheidung für Australien noch einmal bestätigt?

S. 383-424 (Wortgalerie)

„Sie sind sich einig“ (S. 385) was das Auswandern nach Australien angeht. Bei dieser Formulierung musste ich an den Anfang des Romans denken, als Jabu dem Umzug nach Glengrove Place zwar zugestimmt hat, kurz davor jedoch sagte, dass sie nicht mit will. Vielleicht wird sich so eine Szene noch wiederholen, bzw. stellt sich die Frage, ob die Reeds gegen Ende des Romans tatsächlich Übersiedeln oder etwas dazwischen kommt, das es verhindert.

Nach einem weiteren Vorfall an Garys Schule bringt der Erzähler den Determinismus der Geschichte zu Wort:

„Die Geschichte ist immer bereit für eine Wiederkehr. Der Mann kann doch das, was hier passiert, nicht als Panne bei der Erzeugung einer frei denkenden Generation in einem freien Land betrachten“ (S. 395)

Jacob Zuma ist in der Zwischenzeit zum Präsidenten gewählt worden, wir befinden uns also im Jahr 2009, und es macht sich Resignation angesichts der Probleme im Land breit:

„Was ist denn der Unterschied zwischen nichts tun und, unter extremen Widerstand, zu der Einsicht gelangen, dass alles, woran man geglaubt, wofür man gekämpft hat, noch nicht annähernd umgesetzt ist […]“ (S.423).

S. 346-382 (Wortgalerie)

Nachdem Australien wie aus dem Nichts aufgetaucht ist, dachte ich, dass diese Idee entweder verworfen oder sofort umgesetzt wird. Aber nein, es ist ein langer (Reife-)prozess, der die Suche nach Informationen beinhaltet, das Nachdenken, den Umgang mit Rückschlägen und das Ändern von Plänen… Alles wird sehr glaubhaft dargestellt und ist – im Gegensatz zu anderen Abschnitten – sehr nachvollziehbar geschrieben.

S. 305-345 (Wortgalerie)

Es tritt tatsächlich ein, was Buzz Aldrin vor kurzem scherzhaft prophezeit hat: Marc, der Delphin, wird abtrünnig und will eine Frau heiraten. Jabu vermutet, dass Isa ihn damals geheilt zu haben scheint…

Australien wird konkreter, Bewerbung werden verschickt, es klingt, als seien sich die beiden sehr sicher:

„Ein Zuhause ist schließlich verlegbar.“ (S.327)
„Was gehen Steve und Jabu die Hoffnungen jetzt noch an, die mit dieser Wahl verbunden sind.“ (S. 345)

S. 264-304 (Wortgalerie)

Steve denkt heimlich über das Auswandern nach Australien nach. Als Jabu es herausbekommt und sie ihre Kinder während des Urlaubs am Strand beobachten, scheint die Entscheidung fast gefallen zu sein, sie weihen die Genossen ein und Jabu deutet es ihrem Vater an. Die Hautfarbe spielt also nach wie vor eine Rolle, ebenso die Vorurteile, die an der Universität herrschen.

Ich finde es schade, dass sich die Stränge von Jabus Schwangerschaft und Steves Untreue im Nichts verloren haben. Beide wissen offensichtlich nichts davon und da einige Zeit verstrichen ist, können wir fast davon ausgehen, dass Jabu abgetrieben hat.

Die Gedanken ans Übersiedeln kamen mir zu plötzlich, sicherlich hat die Situation an der Universität, die aus Steves Sicht geschildert wird, damit zu tun, doch haben mir hier die Anzeichen gefehlt. Alles passiert so plötzlich von jetzt auf gleich und verschwindet genauso schnell wieder…

S. 226-263 (Wortgalerie)

Die Handlung knüpft direkt an den Kongress an: Steve ist wieder gelandet und denkt sogar über ein Geständnis an Jabu nach. Seine Gedanken und ein möglicher Versuch werden unterbrochen durch einen Themenwechsel: Den Flüchtlingen aus Simbabwe.

Die Situation um die Flüchtlingen bekommt einen Namen: Xenophobie. Dieser Begriff fällt hier zum ersten Mal und wird demonstrativ im Lexikon nachgeschlagen, damit niemand von denjenigen, die darüber diskutieren, ihn missversteht.
Die Diskussion um die Flüchtlinge erreicht die Universität. Dort ziehen die Studenten eine Parallele zu den Zeiten der Apartheid, um die aktuelle Lage im Land zu beschreiben.

Nebenbei erfahren wir, dass Gary auf eigenen Wunsch die Schule wechselt und Sindi an ihrer Schule Theater spielt. Außerdem bekommt Jabu eine neue Stelle angeboten, doch erfährt gleichzeitig, dass sie schwanger ist, und denkt sogar an Abtreibung…

Ich hätte gerne erfahren, wie es zwischen Jabu und Steve weitergeht, doch es ist wie so oft in unserem Leben: Es passiert etwas Anderes, etwas von Außen, was den Blick und die Gedanken abschweifen lässt.