Trügerische Ruhe

Die Entscheidung Australien ist getroffen, die ersten Koffer werden gepackt, es wird aussortiert: Juristische Bücher werden verschenkt, während Jabus Fön es in den Container nach Australien schafft. Prioritäten ändern sich. Es scheint, als beginne nun das große Warten. Die Probleme des Landes werden weiter diskutiert, es scheint sogar, sie kämen näher, ohne aber wirklich in die heile Welt der Vorstadt einzudringen.

Statt dessen müssen praktische Entscheidungen gefällt werden: Wie sollen Jabu und Steve Wethu den Umzug nach Australien beibringen, ohne dass sie sich abgeschoben fühlt? Indem sie ihr lieber gar nicht sagen und sie bereits Wochen vor Abreise nach kwaZulu zurückbringt? Auch mit Jabus Vater wird in den letzten Monaten zuhause gemieden. Nur keine anrührenden Abschiedsszenen. Lieber besucht man endlich einmal den Krüger Nationalpark. Doch diese scheinbare Ruhe endet so plötzlich, wie einst ein Motorrad die Ruhe auf der Straße zerfetzte, „wie wenn ein Blatt Papier jäh zerrissen wird.“ (S. 14): Ins Haus von Steve und Jabu wird eingebrochen, Wethu ist als einzige anwesend, und wird brutal zusammengeschlagen. Wo war der Wachdienst? Die sichere Welt der Vorstadt existiert nicht mehr.

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