S. 425 – 465

Dieser Abschnitt enthält wieder sehr viel Themen, aber ich habe ein bisschen den Eindruck, dass bei vielen der Themen ein Stück weit „die Luft raus ist“. Die Entscheidung für Australien scheint endgültig getroffen.

Jabu wird zu Beginn des Abschnitts in einem Vergewaltigungsfall an eine Kanzlei ausgeliehen. Ich habe bei vielen Handlungssträngen in diesem Buch das Gefühl, dass sie als Folie genutzt werden, um über die gesellschaftlichen Verhältnisse in Südafrika zu sprechen. Das Opfer der Vergewaltigung ist noch fast ein Kind und erinnert Jabu daran, dass dies auch Sindi hätte passieren können.

Die Situation in Südafrika scheint sich in diesem Abschnitt immer dramatischer zu entwickeln: mittlerweile gibt es einen Ärztestreik und bei Protesten wurden zwei Menschen getötet. Auch die Müllabfuhr streikt, genauso wie die Telekommunikationsbranche. Auch Züge fahren nicht mehr oder die Züge, die fahren sind so überfüllt, dass Pendler herausstürzen. Auch die Postämter beginnen damit zu streiken. Das öffentliche Leben in Südafrika scheint zu dieser Zeit immer mehr zum Stillstand zu kommen.

Ein weiteres Thema ist der Verkauf des Hauses in der Vorstadt. Ein potentieller Mieter springt ab und Jabu und Steve sind sich noch nicht sicher, wie sie weiter verfahren wollen.

Obwohl Steve im vorherigen Abschnitt noch leichtes Unwohlsein bei seiner Entscheidung auszuwandern gespürt hat, scheint er mittlerweile davon überzeugt zu sein, dass auch Jabu einverstanden ist mit Australien: „Er hat sie nicht gegen irgendeinen Instinkt in ihr – schließlich ist sie Afrikanerin, wie er es letztlich nie sein kann – gezwungen, Einwanderin in fremdem Land zu werden.“

Der letzte Teil des Abschnitts verspricht noch einmal Aufregung und Spannung: es geht darum, was mit Wethu geschieht, wenn Familie Reed nach Australien auswandert. Sie wird nicht als Dienstbotin angesehen, sondern als Familienmitglied und doch wird man sie vor der Ausreise aussortieren müssen und in ihre Heimatregion zurückschicken. Während Steve, Jabu und die Kinder einen Ausflug in den Krüger-Nationalpark machen, um vor der Ausreise noch einmal „ihr Afrika“ kennenzulernen, bleibt Wethu allein zu Hause und wird von zwei jungen Männern überfallen. Kurz vor Ende des Buches erlebe ich eine Premiere: der Abschnitt endet so spannend, dass ich sofort umblättere und weiterlesen muss. 🙂

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