S. 188 – 225

Dieser Abschnitt hat mir mit Abstand am besten gefallen. Vielleicht liegt es daran, dass er der bisher längste Abschnitt gewesen ist und mir zum ersten Mal die Möglichkeit gegeben hat, mehr Seiten am Stück zu lesen und tiefer in die Geschichte und in die Art und Weise wie Nadine Gordimer erzählt, einzutauchen.

Wir befinden uns immer noch mit Steve auf dem Kongress in London. Schnell wird deutlich, dass nicht nur die Wissenschaft eine Rolle spielt: man besucht gemeinsam ein Nachtlokal, tanzt, trinkt. Steve begleitet die „PR-Frau“ Lindsay über das Wochenende in das Landhaus ihrer Familie und es kommt zu dem, was sich für mein Empfinden schon länger angedeutet hat: sie schlafen miteinander. Gordimers Beschreibung dieser Szene hat mich schmunzeln lassen, hängengeblieben ist bei mir vor allem der „opportunistische Penis“ von Steve.

Interessant finde ich, dass Steve während seiner Zeit in London in eine ganz andere Welt abtaucht, in ein ganz anderes Leben. Selbst die pflichtschuldigen Anrufe zuhause bei Jabu vergisst er zwischendurch: „Was zwischen ihnen war, hatte mit der Folgerichtigkeit des Lebens nichts zu tun. Eine Wirklichkeit außerhalb der Wirklichkeit. Nur in sich real.“

Angestrichen habe ich mir das Wort Agitprop, ein Kunstwort aus Agitation und Propaganda zusammengesetzt und mir bisher unbekannt.

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