Welle der Verharmlosung

Während man im geselligen Kreis der Vorstadt noch über Zumas Verwicklung in Waffengeschäfte diskutiert, stülpt sich eine zweite Affäre über die erste: Jacob Zuma steht wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung (Vielleicht war es ebendieser Oktoberabend, an dem es geschah?) vor Gericht.

Auf den Vorstadtfamilientreffen wird auch dieser Skandal auf eine dem Gegenstand nicht entsprechende Weise behandelt, man macht sich, etwas hilflos, schadenfroh, darüber lustig – es wird getratscht. Im Mittelpunkt steht nicht der Vorwurf der Vergewaltigung, sondern Zumas absurdes Ablenkungsmanöver: Da das Opfer HIV-infiziert war, habe er sich mit einer postkoitalen Dusche gegen eine mögliche Ansteckung geschützt. Wie schon im vorigen Abschnitt die Korruptionsvorwürfe, werden diesmal die neuen Anschuldigungen gegen Zuma auf einer eigenartigen Spassebene diskutiert. Im Mittelpunkt steht dessen absurde Haltung zu Aids. Die einzige, die gegen diese Welle der Verharmlosung, die die Sonntags-Kommunarden ergriffen hat, immun zu sein scheint, ist Jabu: – Das ist doch nicht zu fassen, dass diese selben Genossen Anführer vergessen hätten, was sie waren, was sie erkämpft haben!

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