Steve, der Philosoph

Wie die meisten Abschnitte hat auch der 15. mehrere Schwerpunkte: Einer ist die Ankunft eines neuen Professors an Steves Uni. Professor Nduka ist Nigerianer und soll die Attraktivität der Uni für ausländische Studenten erhöhen. Er befreundet sich mit Steve und seinem Kreis. Er macht Jabu Komplimente über ihre Brüste. Was er für eine Rolle spielt oder spielen soll, bleibt vorerst völlig unklar.

Anschließend geht Jabu ins Theater; das inzwischen mehrfach erwähnte Theaterstück Marcs, eines Mitbewohners der Schwulen-WG, hat Premiere. Jabu lernt dabei etwas: „ich glaube nicht, dass ich die Einzige war, die erkannt hat, was für Vorurteile wir oft noch haben, ohne es zu merken“. Es ist immer schön, wenn ein Schriftsteller eine seiner Figuren den Sinn des bisher Erzählten zusammenfassen lässt, damit auch die unaufmerksamen Leser eine Chance haben, eine Moral aus der Lektüre mitzunehmen.

Den Gipfel aber erreicht diesmal Steve, der auf die Feststellung seiner Frau, Homosexuelle würden sich über sich selbst lustig machen können, folgendes zu Protokoll gibt:

Na ja, wenn man das schafft, ist man gewappnet gegen alles, was die anderen über einen sagen; wenn man selber Witze über sich macht, nimmt man dem Spott der anderen den Wind aus den Segeln, legt sich ein dickes Fell zu, an dem Abscheu und Verachtung abprallen.

Ja, nur Plattitüden dringen immer noch durch!

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