Aufklärende Kraft der Kunst

Leider wieder ein Kapitel voller Satzfragmente, deren Zusammenhalt durch die reiche Zugabe von Satzzeichen kaum verbessert wird. „In der Partnerschaft der Ideale Liebe, sexuelle Erfüllung und Zukunftspfand Kinder, die das Mysterium namens Ehe ist, ist die Bildung Steves Abteilung. Felsen ist unter ihren Füßen, unter der unterschiedlichen Arbeit, die jeder tut; ihre gemeinsamen Überzeugungen.“

Inhaltlich wird das aufkommende Nationalgefühl dem panafrikanistischen Gedanken gegenübergestellt, wenn Jabu befürchtet, Studenten anderer afrikanischer Staaten könnten den schwarzen Südafrikanern die Studienplätze wegnehmen. Ubuntu gilt wohl nicht für alle. Dafür geht ihr dank der aufklärenden Kraft der Kunst ein kleines Licht auf, das der Delphinpool widerspiegelt.

Überflüssig finde ich die Wiederholung von Steves und Jabus Bildungsgeschichte.

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5 Gedanken zu „Aufklärende Kraft der Kunst

  1. Ich muss gestehen, dass ich mich dank deiner Zusammenfassung gleich weniger alleine fühle als zuvor. Ich hatte ja denselben Satz zitiert, den du zitierst, weil ich ihn auch nach wiederholtem Lesen einfach nicht wirklich verstehen konnte.

    • In der Partnerschaft der Ideale, die auf die Namen Liebe, sexuelle Erfüllung und Zukunftspfand Kinder hören und die das Mysterium namens Ehe ist, ist die Bildung Steves Abteilung.

      Ist es so verständlicher?

  2. Da mir schon krudere Quellen begegnet sind, die allerdings meist nicht von Nobelpreisautoren stammten, ist mir klar, was diese Autorin sagen will. Die einzige Frage, die bleibt, ist, ob es sich um broken english oder gebrochenes Deutsch handelt. Oder gar um ein bewusst eingesetztes Stilmittel? 😉 Wie dem auch sei, Sprache ist in ihren Sätzen.

    • Das englische Original ist sprachlich ähnlich sperrig wie die Übersetzung; an manchen Stellen scheint mir die Übersetzerin sogar mildernd einzugreifen. Auch dass es sich um ein Stilmittel handelt, nehme ich an. Auf den ersten Blick scheint es zu dem Zweck eingesetzt zu sein, Distanz zum Erzählten zu erzeugen: Die Leser sollen sich so wenig heimisch im Roman fühlen wie die Figuren in der südafrikanischen Gesellschaft und ein misstrauisches und kritisches Verhältnis zum Erzählten einnehmen.

    • Ich bin einfach immer wieder erstaunt, wenn ich über solche Sätze stolpere. Stelle mir ähnliche Fragen, wie du sie dir auch gestellt hast: ist das ein Problem der Übersetzung, schreibt Gordimer im Original ähnlich holprig und unverständlich und wenn ja, mit welchem Zweck? Stellenweise wirkt der Text willkürlich zusammengestückelt. Aus den Bestandteilen der Geschichte, den Ansätzen, würde sich – wenn man sie in eine vernünftige Sprache übertragen würde – sicherlich etwas mehr machen lassen. 😉

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