Raffe, schaffe, Häusle kaufe

Die Verbürgerlichung der Protagonisten wird vorangetrieben: Da die Mieten steigen, kaufen Jabu und Steve das Haus, in dem sie leben.

Beim Kompromiss mit dem angestrebten Ideal, das sich als nicht existierend erwies, sind Prinzipien so unpraktisch. (S. 133.)

So sitzt man auf der nun eigentümlichen Terrasse, „beschrillt von den Zikaden, die ihre Hinterbeine aneinander reiben, um nach dem Regen diesen Gesang zu erzeugen.“ (S. 134.) Eine Sache mehr, von der Gordimer wenig Ahnung zu haben scheint.

Man ringt die Worte über die Korruption, die sich zusammen mit dem Waffenhandel eingestellt hat. „Warum haben wir erwartet, wir seien anders.“ Ja, warum? Es ist seit jeher so gewesen, es wird immer so sein, solange Menschen Menschen sind: „die Ungeheuerlichkeit des Menschengeschlechts“. (S. 135.)

Bleibt noch, Gary zu seinem Großvater zu bringen, dem Kinderflüsterer, einem „Mann, der das Wesen männlicher Kinder entziffern konnte“. Gern wüsste ich, wem ich diesen Satz zuzuschreiben hätte: „Gary musste nicht aus einer falschen Situation »herauswachsen«; er war in die Realität hineingeboren.“ (S. 137.) Kein Wunder, dass der arme Junge aggressiv wird!

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