S. 119 – 131

Nach dem Tiefpunkt des vorherigen Abschnitts, fiel es mir schwer, das Buch wieder in die Hand zu nehmen. Ich werde einfach nicht warm. Nicht warm mit der Geschichte, nicht warm mit Gordimers Sprache, nicht warm mit den Figuren. Ich brauche nicht immer kuschlige Wärme wenn ich ein Buch lese, aber bei Gordimer schlägt mir schon fast eine eisige Kälte entgegen.

Es geht in diesem Abschnitt um Familie, Heimat und das Reisen. Nadine Gordimer (oder sollte ich besser sagen der Erzähler? Es fällt mir schwer dies zu trennen) philosophiert über Familie, über die Kernfamilie und darüber, dass sich der Begriff Familie – der aus einer Zeit stammt, in der es um das Überleben ging – gewandelt hat. Steve empfindet keine stark ausgeprägte familiäre Bindung zu dem „Reed-Clan“, von den meisten Familientreffen hält er sich fern.

Steve und Jabu werden von Nadine Gordimer nach London geschickt. Zum ersten Mal verlassen sie den afrikanischen Kontinent. So exotisch erscheint ihnen London dann aber doch nicht: den Tee und das Ei-Speck-Frühstück kennen sie ja schon. Die Kinder haben sie übrigens zu Hause bei Freunden gelassen. Vermisst haben sie sie nicht. Vermissen ist ein „unnatürliches Gefühl“.

An einer Stelle wird Jabu als „schwarzer Trumpf“ der Familie Reed bezeichnet – diese Formulierungen bereiten mir immer wieder Kopfschmerzen.

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