S.70-79 / S.80-89 (glasperlenspiel13)

Nachdem Geburt und Tod eines Menschen im Zeitraffer an mir vorbeigehen und ich von Steve und Jabe immer nur Sequenzen ihres Lebens mitbekomme, habe ich nicht mehr die Illusion ein hohes Maß an zwischenmenschlichen Beziehungen in diesem Roman zu erleben. Gefühle werden eigentlich nur in kurzen Reflektion der einzelnen Figuren angedeutet und wenn man gerade dabei ist, kann man die komplette Lebensphilosophie dieser Person gleich mit anführen. Bestes Beispiel ist Steves Vater in Abschnitt 5.

Auch über den Kampf selbst werden wir nicht mehr viel erfahren – das ist wohl auch nicht Gordimers Ziel (ein Blick in den Klappentext reicht). Schade eigentich. Vieles wäre verständlicher und die kurzen Andeutungen (Bsp.: Steves Einzelhaft) könnte man besser nachvollziehen.

Interessant sind die Darlegungen zur wiedererlangten Freiheit und den damit verbundenen Widersprüchen. Gab es im Kampf noch gut und böse, so sind die Grenzen plötzlich verschowmmen. Steve wäre nicht der erste Widerstandskämpfer, der sich in der neuen Gesellschaft nicht zurecht findet.

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