S. 70-79 (Wortgalerie)

Ein Satz, der mir in diesem Abschnitt gefallen hat:

„Deine Zeit gehört nicht dir allein.“

Interessant finde ich, dass Zuhause hier weitgehend emotionslos verstanden wird: Als Ort, „von dem man herkommt“.

Die Schnelligkeit, in der Jabu die Entscheidung für einen Sohn trifft und dazu noch der große Zeitsprung in diesem Abschnitt, lassen die gesamte Idee für ein zweites Kind auf mich unglaubwürdig und falsch motiviert erscheinen. Warum ein Sohn unbedingt freier geboren wird als ein Mädchen, kann ich auch nicht ganz nachvollziehen.

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3 Gedanken zu „S. 70-79 (Wortgalerie)

  1. Hierzu vielleicht einige Zeilen aus einer Unterrichtseinheit zum Thema WM 2010 in Südafrika:

    „Fehlende Umsetzung der Frauenrechte
    Gleichberechtigung von Frauen und Schutz vor Gewalt sind in der südafrikanischen Verfassung weltweit vorbildlich verankert. Dennoch sieht die Realität anders aus. Nach dem Jahresbericht 2008 von Amnesty International ist Südafrika Spitzenreiter bei den international vergleichenden Vergewaltigungs-Statistiken. Viele Opfer schrecken davor zurück, Gewalt und sexuelle Übergriffe anzuzeigen. Bei vielen Behörden gilt häusliche Gewalt als „familiäres Problem“.“
    [Diskrepanz zwischen der tollen Verfassung und den tatsächlichen Verhältnissen – meiner Meinung nach ein Hauptkomplex des Romans]

    „Frauenrechte hemmen Männerherrschaft
    Viele weiße Männer nehmen die gesetzlich verankerten Frauenrechte als persönlichen Angriff wahr. Nicht zuletzt, weil die Regierung es versäumt hat, die Gleichstellungspolitik zu erklären, fühlen sie sich verunsichert und reagieren mit Gewalt. Viele Gangs junger schwarzer Männer praktizieren Vergewaltigungen als Aufnahmeritus.“

    Quelle: http://www.lehrer-online.de/wm-2010-basisartikel.php?show_complete_article=1
    Einige der im Roman angesprochenen Themenkomplexe werden im Artikel prägnant zusammengefasst.

  2. „Viele weiße Männer nehmen die gesetzlich verankerten Frauenrechte als persönlichen Angriff wahr. Nicht zuletzt, weil die Regierung es versäumt hat, die Gleichstellungspolitik zu erklären,“
    ich glaube, erklären allein reicht nicht. da die frauen auch in den traditionellen gesellschaften nur eingeschränkte rechte hatten, verbriefte sowieso nicht, ist die gleichstellung der frau im grunde wieder etwas den meisten aufoktroyiertes, fremdes…

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