Finish and klaar

Drei Fragen Steves, ohne Fragezeichen, mit einen einfachen Punkt endend, als wären sie für ihn nicht wirklich fragenswert, als verwiesen sie allesamt auf blanken Unsinn:

Was ist in ihn gefahren.
Haben Kategorien eine Rolle gespielt.
Wieso hab ich das nicht gesehen.

Vielleicht aber zeugen sie von Steves Verunsicherung. Früher zählte nur eines: „Sie war schwarz, er weiß“.

Zwar tritt in diesem Kapitel erstmals Jonathan auf, der älteste Bruder Steves. Doch was dieser mit seinem Leben macht, weiß man immer noch nicht so genau. Und wenn es nach Steve ginge, wäre mit folgender Beschreibung genug über ihn gesagt: Er ist der Sohn von Pauline (jüdisch), und Andrew (nichtpraktizierender Christ), beide weiß. Doch nun fordert dieser Jonathan etwas Echteres, eine Identität, die nicht auf Grundkategorien reduziert werden kann: „Es reicht nicht, schwarz oder weiß zu sein, finish and klaar“. Bezeichnend der Besuch von Ryans Bar-Mizwa. Steve kommt mit geliehenem Hut, das Ganze ist für ihn nichts als ein Ausflug in eine Farce, der Weg nach Hause eine Rückkehr in die wohlgefügte Realität. Von außen betrachtet hingegen ist das Bar-Mizwa-Fest durchaus real, das Heim hingegen Illusion. In der Auseinandersetzung mit diesen plötzlich in seinem Leben  auftauchenden neuen Wirklichkeiten ist es auch mit Steves Routine aus den Zeiten des Kampfes vorbei. Oder wie es hier an anderer Stelle so treffend formuliert wurde: Es zeigen sich „die ersten Löcher im Mantel dieses Heiligen Martins“.

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