Sprachen und andere Kleinigkeiten

Der 6. Abschnitt ist ein kleiner Gemischtwarenladen: Nachdem sich Steve wieder einmal als ein ganz, ganz toller Mensch bewiesen hat, da er auf den Einfall kommt, es könne nützlich sein, auch eine afrikanische Sprache und nicht nur Englisch zu sprechen, und sich deshalb von seiner Frau in isiZulu unterrichten lässt, bekommen wir eine kleines Panorama schwieriger Verhältnisse der nachrevolutionären Zeit präsentiert: einerseits die lokale Bürgerwehr, bei der ehemalige Kollaborateure untergekommen sind, die aber auch nur Opfer der Apartheid waren, andererseits die Traditionellen Stammesführer – offenbar so etwas wie eine politische Partei – die ebenfalls mit dem alten Regime kollaboriert haben, deshalb aber noch keine Kollaborateure sein sollen.

Dann erfahren wir noch etwas über das Theater zur Zeit der Apartheid, in dem wohl eine offenere Kritik als anderswo möglich war, weil die Theaterszene nicht bedeutend genug gewesen zu sein scheint, um tatsächlich Wirkung zu zeigen.

Hübsch fand ich das Detail, dass Gordimer Strafgefangene auf Robben Island „Antigone“ aufführen lässt, das klassische Stück des individuellen Widerstands gegen staatliche Macht im Namen eines höheren, göttlichen Rechts.

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2 Gedanken zu „Sprachen und andere Kleinigkeiten

  1. Pingback: Das Paradox der Freiheit | Gordimer Lesen

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