S. 44- 47

Den heutigen fünften Abschnitt habe ich im Gegensatz zum gestrigen wieder als weniger zugänglich empfunden. Wir werden eingeführt in die Familie von Steve (der an einer Stelle Steven genannt wird; ein Schreibfehler oder ist Steve die Abkürzung für Steven?), lernen seine Eltern Andrew und Pauline Reed kennen.  Interessant, wie sich das Ausbrechen aus konventionellen Strukturen schon bei Steves Eltern gezeigt hat: Andrew hat damals mit Pauline eine Jüdin geheiratet.

Im Mittelpunkt des Abschnitts steht dann die Beziehung zwischen Pauline und Alan. Nadine Gordimer thematisiert erneut dessen Homosexualität, mit der die Mutter weniger Schwierigkeiten hat, als der Vater. Dieser spricht an einer Stelle vom „Ausscheidungsort der Scheiße“. Für seinen Sohn empfindet er weder Abneigung noch Ekel, sondern Bedauern.

Ähnlich wie in den vergangenen Abschnitten steht auch dieser wieder unter einer Art Leitphrase: „Solang er glücklich ist.“ – Ich weiß nicht, ähnlich wie die Klappentexterin spüre ich ein gewisses Unbehagen mit diesem Satz.

Überhaupt lösen manche Passage Widerwillen in mir aus, beispielsweise auch der Hinweis darauf, dass die Schwiegertöchter „Erzeugerinnen ihrer Enkel“ sind, im Gegensatz zu den Männern, mit den Alan zusammen ist.

Im Moment setzt Nadine Gordimer Stückchen für Stückchen – wie ein Puzzle – diese Geschichte zusammen, beschreibt das Setting, das Personenensemble. Ich bin gespannt, wann die wirkliche Erzählung beginnen wird.

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