*S 38-43 (glasperlenspiel13)

Inhaltlich wurde ja schon viel über den Abschnitt gesagt, so dass ich mal meinen Gedanken freien Lauf lasse bzw. einige Fragen in den Raum stelle. Jabus Vater setzt sich gegen alle Widrigkeiten für eine gute Ausbildung seiner Tochter ein. Was ja an sich sehr vorbildlich aber was ist mit seinen Söhnen? Dieser Gegensatz wäre mir dann doch zu stark: die Tochter studiert und die Söhne bleiben zu Hause bzw. gehen arbeiten. Dem Vater ist anscheinend auch bewusst, dass seine Tochter während des Studiums im Nachbarland einem gewissen Einfluss ausgesetzt ist. Und so erfahren wir dann in nur einem Satz, dass „Jabu in Swasiland von den Freiheitskämpfern aus Südafrika rekrutiert worden“ ist. Das war für mich wie ein Déjà-vu. Wieder versteckt Gordimer mitten im Text in einem Satz, fast beiläufig, eine wichtige Information. Dazu hätte ich gern noch mehr erfahren aber so ähnlich erging es ja auch flattersatz, der zu den drei Monate Haft von Jabu ebenfalls mehr wissen wollte.

Die Rolle der Mutter, gefangen in ihrem eigenem Kosmos, finde ich sehr fragwürdig. Ist sie doch als Frau gegen die Ausbildung ihrer eigenen Tochter.

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2 Gedanken zu „*S 38-43 (glasperlenspiel13)

  1. hmm… die auffassung der mutter würde ich eher so sehen, daß sie dafür ist, die althergebrachte tradition zu bewahren. ihre ablehnende haltung richtet sich meiner meinung nach nicht primär gegen die ausbildung jabus, sondern gegen den traditionsbruch.

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