* 38-43 Vater und Tochter.

Dieser Abschnitt las sich schnell. Ich war selbst ganz erstaunt, fast ein bisschen erschrocken. Alles war klar. Es gab keine gemeinen Reibungen in den Augen oder im Kopf, keine unangenehmen Störungen, stattdessen ein langer Fluss und entspannter Atem.

Die Autorin holt uns eine neue Person ins Blickfeld: Jabus Vater. Er ist Presbyter in der methodistischen Kirche für Schwarze und Leiter einer höheren schwarzen Knabenschule. Jabu ist eine „Vatertochter“ und genießt die Privilegien, die schwarzen Frauen sonst nicht zusteht: Bildung. Normalerweise hüten sie das Haus, „gingen eigenen Beschäftigungen nach und widmeten sich der Versorgung der Kinder, dem Kochen, mit diversen Arbeiten vom Gemüseanbau bis zum Bau von Unterkünften, dem Erhalt der Familiengemeinschaft.“ Jabu nicht, sie geht in die Schule, auch angetrieben vom Vater, der nach wie vor wie ein junger Schüler wissensdurstig ist. Jabu bringt gute Noten nach Hause, so dass der Vater sie im benachbarten Swasiland aufs College schicken will. Die Mutter protestiert, doch der Vater gewinnt. In Swasiland wird sie von Freiheitskämpfern aus Südafrika rekrutiert und bei der Rückkehr nach Südafrika festgenommen. Drei Monate sitzt sie im Frauengefängnis von Johannesburg, darf keinen Besuch empfangen, aber der Vater setzt sich bei der Oberaufseherin durch und darf ihr Kleider und Studienunterlagen zukommen lassen. Die Bücher enthalten Botschaften. Der Vater gehört keiner Organisation an, doch bei einer Demonstration schlichtet er zwischen den Schülern und der Polizei.

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