S. 26 – 37

Dieser Abschnitt enthält auf wenig Seiten wieder sehr viel politische Anspielungen und Andeutungen und ich freue mich, dass meine Mitleser einige von ihnen bereits aufgegriffen haben. Für mich ist es immer noch schwierig mich beim Lesen zurechtzufinden: was ist die Black-Empowerment-Bewegung? Wer sind Mbeki und Madiba? Ich freue mich, dass ich neben all meiner Unwissenheit zumindest den Namen von Nelson Mandela kenne. 😉 Ich glaube, ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, bei dem ich so viel nachschlagen musste.

Mir fällt es bis jetzt schwer, Sympathie für Jabubile und Steve aufzubringen. Ich greife einen Gedanken auf, den bereits Kerstin geäußert und der bei mir hängen geblieben ist: worum geht es den beiden eigentlich, um Statusgewinn oder um ihr eigenes Wohl? Auf mich wirken die Reeds bei dem was sie tun sehr nach außen gerichtet und nicht so, als würden sie nach ihren eigenen authentischen Wünschen handeln.

Interessant finde ich darüber hinaus auch, dass mehrmals betont wird, dass es nicht möglich ist politische Diskussionen zu führen – beispielsweise mit den jeweiligen Schwiegereltern. Bei gemeinsamen Treffen wird das Thema Politik ausgespart. Ansonsten lernt der Leser noch Steves Bruder Alan kennen, der schwul ist.

Für mich wirkt der Abschnitt sehr fragmentarisch, vieles steht nebeneinander, ohne erkennbaren Bezug und bleibt dadurch stellenweise unklar und fast schon unverständlich. Dazwischen gibt es auch immer wieder schöne Stellen: in diesem Abschnitt mochte ich den Hinweis auf die Phrase ‚a luta continua‘, genauso wie das Zitat von Oscar Wilde (Die „Liebe, die ihren Namen nicht zu nennen wagt,“) und den vorletzten Satz des Abschnitts: „Dichtung ist die Revolution gegen alle Beschränkungen des Gewöhnlichen“.

Sprachlich im Gedächtnis geblieben ist mir aus diesem Abschnitt vor allem das Wort ‚klandestin‘ oder auch wahlweise ‚Klandestinität‘, das gefühlte zehnmal auftaucht und das ich erst einmal nachschlagen musste. Ich hatte davon zuvor noch nie gehört. Ich finde es seltsam so ungewöhnliche Worte zu verwenden, auch über den Begriff Kooptierung bin ich gestolpert.

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