S. 26 – 37 (Bibliophilins Notizen)

Die Zeit der Veränderungen ist gekommen: neues Haus mit einem eigenen Zimmer für das kleine Kind, neue Möbel, Steves neue Arbeitsstelle. Auch die Universität ist im Wandel. Das Verhältnis schwarzer zu weißer Studenten und schwarzer zu weißer Professoren wird unter die Lupe genommen.

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Sindiswa soll „der erste Abkömmling eines neuen Zeitalters“ sein, in dem Weiße und Schwarze gemeinsame Kinder bekommen. Ich glaube, da habe ich etwas falsch verstanden, oder?

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Ist es überhaupt korrekt, die Begriffe „Weißer“ und „Schwarzer“ zu verwenden?

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Gordimer genießt es, das Wort klandestin zu benutzen. Ich kannte es vorher nicht.

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Immer wieder wird betont, dass Steve früher Sprengstoffe hergestellt hat.

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Afrikanische Kartoffeln, Knoblauch und Olivenöl als Medizin gegen AIDS. Da es immer wieder die Rede von Homosexuellen ist, wird die Autorin das Thema wohl noch vertiefen.

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Ich fühle mich erschlagen von Gordimers Schreibstil und es erschreckt mich zu wissen, dass ich erst 37 Seiten des 506 schweren Buches gelesen habe. Gordimer schafft Distanz und strengt mich an. Werde ich eine Beziehung zum Buch, zu den Protagonisten aufbauen können?

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2 Gedanken zu „S. 26 – 37 (Bibliophilins Notizen)

  1. schwarz/weiß: nein, ich denke, es ist im grunde nicht korrekt, da der begriff „schwarz“ nicht wertneutral im raum steht, sondern er immer eine abwertung beinhaltet. es ist natürlich schwierig, einen begriff zu finden, der für eine gruppe von menschen verwendet wird, die per def. als minderwertig angesehen wurden, der aber selbst diese konnotation nicht mit sich trägt. bei Arndt/Harnscheidt (Afrika und die deutsche Sprache, Münster 2004) wird z.T. empfohlen, auf die nationalität auszuweichen, also einen aus kenia stammenden menschen als kenianer zu bezeichnen… ist natürlich für unseren fall südafrika nicht so unbedingt eindeutig, da ja gerade die farbunterschiede das element sind, an dem sich alles scheidet…

  2. Man kann auch von verschiedenen Ethnien sprechen oder von zugewanderten und indigenen Bevölkerungsgruppen. Letzteres ist aber gerade in den afrikanischen Staaten problematisch, da dort nicht erst seit der weißen Kolonisation, sondern auch schon beispielsweise durch innerafrikanischen Sklavenhandeln, Migration stattfand. Durch die Globalisierung hat sich dies seit dem letzten Jahrhundert noch verstärkt.

    Im Roman stört mich die Verwendung von Schwarz und Weiß weniger als der Begriff Rasse.

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