Abschnitt 1: S. 9-11 – Atalantes Eindruck

Dies ist mein erster Roman von Nadine Gordimer. Entsprechend ratlos war ich bei der Widmung an Reinhold Cassirer und den unter diesem Namen verzeichneten Daten. Dank des Wissens des WWW weiß nun auch ich, daß Cassirer der verstorbene Ehemann Gordimers ist. Die Daten bezeichnen Lebens- und Liebesspanne.

Es folgen zwei Zitate. Ein Satz Leo Tolstois aus „Krieg und Frieden“ zum Geschichtsbegriff von Freiheit und Zeilen des mir bis gestern unbekannten südafrikanischen Dichters Keorapetse Kgositsile, der sich alles andere als frei fühlt.

Der Roman setzt mit einem kurzen Prolog ein, in dem Gordimer die beiden Hauptfiguren und die Grundkonflikte vorstellt. Die Probleme der postkolonialen Gesellschaft Südafrikas scheint sie am Schicksal eines Paares aufzeigen zu wollen. Da wird auf nur drei Seiten sehr viel angekündigt: transkulturelle Identitäten, multiethnische und multireligiöse Ambivalenzen. Nicht zu vergessen die vermeintlich überwundene Apartheid und die damit verbundenen Ausgrenzungen und Verfolgungen. Dies stimmt den Leser zwar ein, andererseits wird so manches auch vorweg genommen.

Was Sprache und Stil betrifft, fände ich es sehr interessant hier einen Mitleser zu haben, dem das Original vorliegt. Manche Sätze wirken sehr verschachtelt, z.B. das Kommaungetüm am Ende des zweiten Absatzes auf S. 9.

Wer ein wenig mehr in die historischen Dimensionen einsteigen möchte, findet hier weitere Informationen.

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7 Gedanken zu „Abschnitt 1: S. 9-11 – Atalantes Eindruck

  1. was die verschachtelten sätze angeht: meiner meinung nach sind einige sätze schlicht unverständlich, vor allem im abschnitt 2, den ich eben gelesen habe, ist mir das jetzt aufgefallen…

    • Beim ersten Lesen bin ich über zwei Sätze gestolpert, beim zweiten Lesen war es nicht mehr so schlimm. 😉 Aber diese Kommaflut, nun ja, wir werden sehen.

  2. Das ist toll, Bonaventura! Ich hatte schon geglaubt, dass es nur mir so geht mit den zum Teil unverständlichen und langen Sätzen und dass dieser Eindruck vielleicht auch der Tatsache geschuldet ist, dass ich gezwungen bin den Text am Rechner zu lesen … im zweiten Abschnitt bin ich auch über einige ungewöhnliche Worte gestolpert, aber da kommen wir dann ja noch zu.

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